Serien Quickie – Zoey’s Extraordinary Playlist

Altersfreigabe:

Quadratisches Icon mit der schwarzen Zahl 6 auf grasgrünem Hintergrund, der schräg mit dem weißen Schriftzug Altersempfehlung fortlaufend beschriftet ist.

Worum geht es?

Achtung, sensibler Inhalt! Selbstmord, Depressionen, Tod durch schwere Erkrankung.

Zoey hat plötzlich die Fähigkeit, die innersten Gedanken der Menschen als Lieder und Musiknummern zu hören. Ihr neues Talent stellt nicht nur ihr Berufsleben auf den Kopf, sondern auch ihre Freundschaften und ihr Liebesleben.

Welches Genre?

An dieser Stelle möchte ich mich kurz bei all den Leuten bedanken, die Arbeit und Mühe in die Serie gesteckt haben. Unabhängig davon, wie ich die Serie persönlich bewerte, verdienen die künstlerischen Ambitionen Anerkennung. Dankeschön.

Wie ich die Serie finde?

Ich liebe Musicals und dieses Serienformat ist großartig. Bereits die erste Folge ist lustig und macht Spaß. Vor allem die Nachbarperson Moe mauserte sich zu einem meiner Lieblingsmenschen.
Aber Achtung, trotz der locker flockigen Inszenierung werden belastende Themen aufgegriffen, wie Sterblichkeit, Carearbeit, Frauen im Techbereich, Sexismus, emotionaler Missbrauch in der Partnerschaft und Rassismus.

In Staffel 1 geht es um die Menschen an Zoeys Arbeitsplatz, den harten Konkurrenzkampf für sie als Frau in einem männerdominierten Beruf und um ihre Familie und Freunde.
Zoey Vater ist todkrank und zunehmend in seinem Inneren gefangen ist. Wie praktisch, dass seine Tochter plötzlich Herzenslieder hören kann. Auch wenn das tränenreiche Ende dieses Handlungsstrangs abzusehen ist, sind die Gedankengesänge der innersten Emotionen gerade bei diesem tragischen Themaes herzerwärmend und tröstlich. Die Gefühle vorgesungen zu bekommen, ist eine ganz andere Art Zoey Familie und Freunde kennen zu lernen. Das hat mir an der ersten Staffel besonders gut gefallen. Das Liebes V mit Max und Simon ist Geschmacksache, aber ich fand die Zerrissenheiten der drei nachvollziehbar aufgebaut.

In Staffel 2 werden viele Themen wieder aufgegriffen und auch wenn

Achtung Spoiler Zoeys Vater gestorben ist, wird seine Figur
in entzückender Art und Weise integriert. Zentrales Thema ist dieses Mal Rassismus und die trickreiche Art, auf die gezeigt wird, wie wenige PoC in Zoeys Firma arbeiten, obwohl ein diverser Eindruck erzeugt wird, könnte nicht gekungener sein.
Regulierungsverantwortunf von Frauen wird auch aufgegriffen, ist allerdings nicht immer optimal umgesetzt, weil es teils so wirkt, als wären Männer eben kleine Jungs, die von Frauen geregelt werden müssen. Die Eigenverantwortung wird von den Männern leider nicht wirklich übernommen.
Drogenkonsum als rebellisch darzustellen, halte ich für fragwürdig, genauso wie die Darstellung des kriminellen superreichen CEOs als lustiger Kauz. Gerade in Anbestracht, dass Superreiche eine der größten Geißeln unserer Zeit sind.
Ich fand es auch nervig, dass das Liebes V zwischen Max, Simon und Zoey wieder aufgemacht wird. Das war mir zu viel hin und her und hat mir das Finale etwas verdorben.

Fazit

Zeichnung eines roten Hutes mit Augen, der lacht.

Ich finde die Serie großartig und glaube, dass diese Welt eine viel bessere wäre, wenn wir die Herzenslieder anderer Menschen hören könnten. Musik macht das Leben um so vieles reicher.

Zoey’s Extraordinary Playlist 2020/21

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