Messen sind immer eine aufregende Zeit, gleich ob wir sie besuchen oder ausstellen. Dieses Jahr war ich wieder als Ausstellerin dabei, mit meinen Kolleginnen Kerstin G. Rush und Anne Zandt. Wir waren unter dem Namen Kelpies zu finden.
Die Vorbereitung der Messe beginnt schon lange davor. Equipment für den Standaufbau muss bedacht, organisiert und angefertigt werden. Dazu zählt sowohl das Standdesign als auch die Ware. Aber auch Kleinigkeiten wie Aufbauwerkzeuge, Erste-Hilfe-Set und das Hygienepaket gehören dazu.
2025 war ich beim Packen maßlos gestresst und musste auch bis kurz vor der Abfahrt noch einiges erledigen. In diesem Jahr lief das Packen entspannt und ich habe nichts vergessen. Dabei hat meine digitale Organisationsliste geholfen und der Umstand, dass vieles vom Vorjahr schon vorhanden war. Nur das Standschild war neu und ein paar Anpassungen bei den Waschzetteln mussten vorgenommen werden. Easy also.



Bei der Vororganisation kann ich mich noch verbessern, denn ich hatte nicht im Blick, wie viele Gemäldefarbschnitte ich im Vorjahr verkauft hatte und stellte kurz vor knapp fest, dass ich weniger auf Lager hatte, als ich dachte. Memo an mich für 2027: Frühzeitig den Bestand an Gemäldefarbschnitten aufstocken.







Die Messe selbst war wieder ein großartiges und anstrengendes Erlebnis. Als introvertierter Mensch brenne ich schnell leer durch die vielen Gespräche und die massenhaften Eindrücke. Am Stand stationiert sein hilft und auch gezielt Pause mit nur einer Person zu machen und in Ruhe zu essen. Vor allem habe ich dann auch eine Stunde Qualitytime mit einem Menschen, für den ich während der Messe sonst nicht viel Zeit hätte. Das wird im nächsten Jahr noch spannend, denn da habe ich einen Einzelstand und keine Pausenvertretung.
Meine Highlights waren die Leute, die letztes Jahr Bücher bei mir gekauft haben und in diesem Jahr wieder kamen, um nach mehr zu fragen. Das sind die Momente im Autorinnenleben, für die ich Bücher veröffentliche.




Die letzte Phase einer Messeteilnahme ist die Nachbearbeitung. Die Kasse muss gemacht werden, das Messeequipment wieder verstaut, die Bücher umsortiert und Fehlendes nachbestellt werden. Das musste ich dieses Mal wegen des Lektorats schieben und bin erst gestern damit fertig geworden. Endlich stehen keine Kisten mehr im Haus herum.
Es erstaunt mich immer noch, wie gut ich es verkraftet habe meine Ausruhpause nach der Messe zu skippen und gleich wieder an die Arbeit zu gehen. Das hat besser geklappt als erwartet, auch wenn mich mein Körper mit ein paar Migränetagen abgestraft hat.
Fazit: Ich liebe die Leipziger Buchmesse. Durch die Kombination mit den ComicCon bietet dieses Event eine einzigartige Stimmung, die es sonst bei klassischen Buchmessen nicht gibt.
