Serien Quickie – One Piece

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Worum geht es?

Achtung, sensibler Inhalt! Terror, ungewöhnlicher oder gewaltvoller Tod, extreme körperliche oder psychische Gewalt, Drogenkonsum

Ein junger, idealistischer Pirat sammelt eine Truppe von Leuten um sich, um ein sagenumwobenes Artefakt zu finden, das ihn zum König der Piraten machen soll. Auf ihrer Suche wächst die Crew zusammen und erlebt Abenteuer.

Welches Genre?

An dieser Stelle möchte ich mich kurz bei all den Leuten bedanken, die Arbeit und Mühe in die Serie gesteckt haben. Unabhängig davon, wie ich die Serie persönlich bewerte, verdienen die künstlerischen Ambitionen Anerkennung. Dankeschön.

Wie ich die Serie finde?

Staffel 1

Weder das Manga noch der Anime von One Piece haben mich angesprochen, denn ich mag weder den Zeichenstil, noch das Charakterdesign. An der Realverfilmung habe ich mich versucht und meine Hoffnungen, dass sie einige der toxischen Figuren überarbeiten, wurde erfüllt. Sanji ist nicht der abstoßende Lüstling des Originals. Für die Rollenbilder der Frauen habe ich noch Hoffnungen, auch wenn Nami die klassische Damsel in Distress ist. Generell ist das Figurendesign recht plakativ und eindimensional, aber wenn man sich darauf einlässt, ist die Geschichte unterhaltsam.

Ich mag die Welt an sich, auch wenn die Geschichte das Piratentum romantisiert und auch verkitscht. Aber der Aspekt, dass Leute zu Piraten wurden, weil die Gesetzeslage problematisch war, kommt durchaus rüber.

Raffy hat mir sagenhaft gut gefallen, denn seine stets positive Einstellung zum Leben ist eine Ausnahmedarstellung bei männlichen Charakteren. Kein Wunder, dass er seine Crew für sich gewinnen konnte. Es hat Spaß gemacht ihm zuzuschauen.

Die Steckbriefe, um die Piraten vorzustellen, haben mir gefallen. Das war ein schickes Detail. Auch die Schneckentelefone sind witzig. Kein Wunder, dass sie Kultstatus haben.

Ich mag das Setting im Allgemeinen und auch die Abenteuergeschichte auf der Suche nach dem One Piece ist gelungen. Viel dreht sich darum Fremden zu helfen und die Lebensrealität von anderen Menschen wahrzunehmen und zu verstehen. Eine gelungene Botschaft, vor allem in diesen Zeiten.

Fazit

Bunt, schrill und unterhaltsam.

Staffel 2

Ich bin guter Dinge an die zweite Staffel herangegangen, weil ich von der ersten positiv beeindruckt war. Das Setting war wieder sehr beeindruckend und die Abenteuergeschichte auf der Jagd nach dem One Piece ist episch. Leider stapelten sich die Kritikpunkte.

Raffy kommt vermehrt wie ein hemmungsloser Schläger rüber und sein positiver Charme geht dadurch verloren. Da seine Figur mich am meisten begeistert hat, war ich sehr enttäuscht von seiner Entwicklung.

Zwar sind neue Frauenfiguren hinzugekommen, so wie ich es mir gewünscht habe, aber Damsel in Distress ist bei den Damen Programm. Zusätzlich muss Nami ununterbrochen die Kerle regulieren, als wäre das der Job von Frauen im Team. Das ist grauenvoll, weil dadurch die Anspruchshaltung von jungen Männern bestätigt wird, die meinen, Frauen wären dazu da, sich um sie zu kümmern. Gerade aktuell ist das ein Problem, denn die Incelkultur vereinnahmt immer mehr junge Typen, die derartig verschobene Weltbilder propagieren.

Dass Sanji plötzlich raucht hat mich irritiert, aber besonders angewidert war ich, als ich gehört habe, dass die Fans das wollten. Im Original ist der Charakter wohl Kettenraucher und es scheint nicht möglich zu sein, solche Aspekte zum Wohle der Lunge des Schauspielers zu ändern. Da frage ich mich ernsthaft, was stimmt mit den Leuten nicht?

Fazit

Zeichnung eines roten Hutes mit Augen, der weint.

Schaubar, aber immer wieder ein Ärgernis durch den Subtext.

One Piece

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