Nicht alle Bücher, die wir gelesen haben, haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Geschichten, Bilder und Figuren sind wie Blätter im Wind, die wir nur schemenhaft in unserer Erinnerung vorbeifliegen sehen und nur ab und an sieht man etwas scharf und erinnert sich.

Doch da gibt es auch jene Bücher, die wir nie vergessen. Die Charaktere sind uns wie alte Freunde und die Geschichten geliebte Erinnerungen. So geht es mir mit dem ersten Buch, das ich gelesen habe. Meine Leidenschaft für geschriebene Bücher begann mit Indianergeschichten. Genau genommen mit einer ganz bestimmten, ‚Petah Eulengesicht‘ von Sigrid Heuck.

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Ich las Petah`s Geschichte mit sieben Jahren und sie machte so einen Eindruck auf mich, dass ich auch heute noch eine große Liebe zu indianischen Sitten, Mythen und Geschichten hege.

In der Geschichte geht es um den Indianerjungen Petah vom Stamm der Elchflussindianer, der aufgrund einer Sehschwäche dem Spott seiner Altersgenossen ausgesetzt ist und seinem Vater, dem besten Bogenschützen des Stammes, nicht nachzueifern vermag. Niemand erkennt seinen Wert, bis ihm ein Freund des Stammes, ein Händler, hilft und ihm ‚Zaubergläser‘ (eine Brille) besorgt.
Dadurch verändert sich Petah’s ganze Welt und auch wenn er sich selbst eigentlich nicht verändert hat, nehmen ihn die Menschen um ihn herum anders wahr.
Als die Probleme mit den weißen Männern zunehmen, ist es Petah, der sich und seinem Stamm zu helfen weiß.

Es geht in der Geschichte um viele Probleme und Sorgen, die Kinder zu bewältigen haben. Zugleich erfährt man viel über die Lebensweise der Indianer und auch über das traurige Ende ihrer Kultur. Das alles ist in eine liebevolle, kindgerechte Erzählung verpackt, die ich voller Begeisterung meinen eigenen Kindern vorlese.