Nachdem ich mir eingestehen musste, dass ich zwischen den Tagesaufgaben verloren gehe, wenn ich mich dazu zwinge jeden Freitag unter anderem den #Bastelwaschbär rauszubringen, habe ich mich dazu entschlossen, dem lieber dann nachzukommen, wenn es mir Freude bereitet. Die Arbeit mit den ‚Sozialen Medien‘ soll zwar auch marketingtauglich sein, aber ohne Spaß fühle ich mich gehemmt. Deswegen gibt es den nächsten #Bastelwaschbär erst jetzt.
Heute geht es um Lavendelsträuße und wie man sie herstellt. Meine Mutter hat früher immer in den Sommerferien bei meinem Großvater Sträuße geflochten und ich mochte den Duft in meiner Wäsche gerne. Deshalb habe ich Lavendel in meinem Garten gepflanzt und mache das jetzt auch und meine Kinder mögen es genauso gerne wie ich.
Um so einen Strauß zu flechten braucht man Lavendelstängel in einer ungeraden Anzahl (ich nehme 17) und Satinbänder (6mm breit).

Idealerweise schneidet man die Stängel, wenn der Lavendel zu duften beginnt und noch nicht alle Blüten am Stiel aufgegangen sind. Bei den Stängeln sollte man darauf Acht geben, dass man sie nicht zu kurz abschneidet. Unter 15 cm ist zu kurz. Besser sind 18 cm und mehr. Die Blätter und tief sitzenden Blüten streift man einfach nach unten ab.

 

Die gesäuberten 17 Stiele werden dann zu einem Strauß zusammengefasst und unterhalb der Blüten zusammengebunden. Ich benutze dafür ein kleines Gummi, weil es dünn und elastisch ist.

 

(Ein Ende durch die Lasche ziehen, drumwickeln, aufschneiden, verknoten)

Dann werden die Stängel direkt unterhalb des Gummis umgeknickt. Einige werden anbrechen, das macht aber nichts, solange sie nicht vollkommen abreißen. Damit das nicht passiert, sollte der Lavendel nach dem Schnitt zeitnah verarbeitet werden, da er sonst zu trocken und brüchig wird. Sollte doch mal ein Stiel brechen, dann kann man den Strauß einfach aufschneiden, den gebrochenen Stiel ersetzen und das ganze wieder neu zusammenschnüren.

Der Anfang vom Satinband wird zwischen umgeknickte Stängel und Blüten geschoben und dann abwechselnd oben und unten um die Stiele geführt. Dabei sollte man den Bandanfang festhalten, damit es nicht wegrutscht oder das Band zu locker liegt. Die ersten drei Runden sind etwas kniffelig, weil sich die Stängel gerne an falsche Stellen mogeln. Einfach darauf achten, dass man wirklich abwechseln über und unter die Stiele Band platziert. Je nachdem wie fest man dabei zieht, wird der Straußkopf enger oder weiter.

Zum Schluss wickle ich das Band straff unterhalb der Blüten um die Stiele (Ich mache einen Tupfen Bastelkleber drauf und schneide das Band dann ab. Man kann aber auch einen Knoten oder eine Schleife binden). Auch wenn es gegen Ende etwas fummelig wird, sollte man das Band nicht zu früh schließen, da es sonst runtergezogen wird und Lücken im Flechtwerk entstehen.

Wenn der Strauß fertig ist, ist er noch feucht und sollte Gelegenheit bekommen zu trocknen, bevor er unter die Wäsche gelegt wird.

Ich wünsche wohlduftende Kleiderschränke ^^