Serien Quickie – The Umbrella Academy 2

Altersfreigabe:

Worum geht es?

Die sieben Sprößlinge der Umbrella Academy haben den Weltuntergang nicht verhindern können. Sie springen gemeinsam durch die Zeit, um das Schicksal der Welt zu verändern. Leider werden sie getrennt, kommen zwar am selben Ort raus, aber zu unterschiedlichen Jahren. Und ein neuer Weltuntergang steht bevor, wenn sie sich nicht wiederfinden und dorthin zurückkehren, wo sie hergekommen sind.

Achtung, sensibler Inhalt! Depressionen, Drogen, extreme Gewalt, gewaltsamer Tod.

Welches Genre?

An dieser Stelle möchte ich mich kurz bei all den Leuten bedanken, die Arbeit und Mühe in die Serie gesteckt haben. Unabhängig davon, wie ich die Serie persönlich bewerte, verdienen die künstlerischen Ambitionen Anerkennung. Dankeschön.

Wie ich die Serie finde?

Natürlich misslingt der Zeitsprung und ein neues Weltuntergangsszenario droht. Das ist keine Überraschung, denn irgendwie muss die Geschichte ja weitergehen. Auch in Staffel zwei ist Skurrilität ein Muss. Die 60er werden gekonnt als Stilelement eingebaut und bilden eine stillistische Brücke zur ersten Staffel, die trotz Neuzeitsetting Elemente der 50er und 60er enthielt.

Über die Charaktere bin ich etwas erstaunt. Sie haben immer noch nicht gelernt auf einander zu hören und zusammenzuarbeiten. Etwas schade, dass dadurch die Charakterentwicklung aus Staffel eins weggewischt wird. Die Geschwister haben ihre festen Rollenbilder. Der starke prügelt, die Frau ist das Eheweib, Diego ist irre, Klaus nimmt keine Drohen mehr aber ist eine Art Guru. Vanjas Gedächtnisverlust ist eine zu simple Lösung, um sie in der Story zu halten, finde ich.
Die zeitgemäßen Plätze, in die sie sich einleben, haben insgesamt aber ihren Charme. Vanjas Bi- oder Pansexualität ist eine schöne neue Facette ihres Charakters, auch wenn mich die Konstellation mit dem Ehemann ihrer Auserwählten nervte. dadurch wird Vanja ein Mittel zu Zweck für Sissi und gar keine richtige Partnerin. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Sissi Vanja


Wer mir gerade aufgrund seiner Klischeehaftigkeit sehr gut gefiel, war der Verschwörungstheoretiker, weshalb ich

Die Verbindung der Zeitstränge ist wie gewohnt gut gemacht. Ich hätte mir ein paar mehr Antworten auf offene Fragen gewünscht, doch eigentlich werden eher neue aufgeworfen.

Der neue Leiter der selbsternannten Zeitwächter ist ein Goldfisch? Hier kommt wieder der comichafte Irrwitz durch, allerdings nicht so selbstverständlich eingebaut, wie in Staffel eins. Außerdem raucht der Fisch. Muss das echt sein? Alle anderen qualmen schon ständig vor sich hin, als wären wir tatsächlich noch so unwissend über Zigaretten wie in den 60ern. An der Stelle wäre etwas mehr Reflektion zu dem Thema wünschenswert gewesen, statt Rauchen wieder für selbstverständlich und cool zu erklären.
Die drei Wasserstoffblondies statt Hazel und Cha Cha als Killer sind auch schräg. Sie sollen Skandinavier sein, aber sind wirklich weit davon entfernt wie welche zu wirken. Da hilft auch kein Besuch in der Sauna.

Ich mag die Konstellation mit Ben und Klaus sehr.

Bedauerlicherweise erfahren wir hierzu nicht viel mehr.

Wir haben lange auf jemanden gewartet, der ebenfalls mit Kräften gebohren worden ist, denn Reginald hat ja nur sieben Kinder „erworben“. Ich war allerdings nicht mehr darauf gefasst, als sich

Es endet mit einer

Ich bin sehr gespannt, wie es in einer dritten Staffel weitergehen könnte und grusel mich auch davor. Manchmal verrennen sich Serienautoren in ihrer Geschichte und an dieser Stelle bietet sich so ein Abzweig.

Fazit

Auch die zweite Staffel ist wieder ein irrer Ritt zwischen comichaften Elementen und der realen Welt der 60er. Die Geschichte hält ein paar Überraschungen bereit, nachdem die offensichtlichen Dinge abgehandelt wurden. Besonders das Finale hat Spaß gemacht.

The Umbrella Academy Staffel 2 2020

Rezension Staffel 1