Film Quickie – Maze Runner 3

Altersfreigabe:

Worum geht es?

Nachdem Teresa sie verraten und WCKD ermöglicht hat einige ihrer Freunde für weitere Experimente mitzunehmen, versuchen Thomas, Newt, Bratpfanne und der Rest vom Rechten Arm alles, um Minho zu befreien. Sie dringen bis in die letzte noch sichere Stadt vor und finden dort mehr als erwartet.

Achtung, sensibler Inhalt! Extreme Gewalt, Seuche, gewaltsamer Tod.

Welches Genre?

An dieser Stelle möchte ich mich kurz bei all den Leuten bedanken, die Arbeit und Mühe in den Film gesteckt haben. Unabhängig davon, wie ich den Film persönlich bewerte, verdienen die künstlerischen Ambitionen Anerkennung. Dankeschön.

Wie ich den Film finde?

Der Verfall ist optisch ansprechend. Gleich in der ersten Szene werden zerstörte Großstädte herrlich dystopisch abgebildet.

Die Charaktere legen sich noch mehr ins Zeug, als in den ersten beiden Teilen, in Superheldenmanier wie bei Fast and Furious. Das ist sehr überzogen, bedenkt man, dass es doch nur normale Leute sind und keine Soldaten. Und selbst für die wären die Aktionen spektakulär. Die Verbündeten warten an der passenden Stelle. Wie genau haben die das mit dem stoppen des rasenden Zugs denn berechnet? Diese Präzisionsmanöver, bei denen sie trotz Verfolger genau an dem weißen X ankommen, zu dem sie müssen, spicken den ganzen Film.

Brenda ist eine tolle Figur. Sie hat nur leider keine eigene Motivation.

Die Konstruktion mit der letzten noch existierenden Stadt ist unlogisch. Die Begründung, weil dort WCKDs Hauptquartier war. Nur wenn die Cranks so krass sind, dass keine andere Stadt sich abschotten konnte, wie können dann die Außenbezirkler überleben? Auch in Teil zwei gibt es Gemeinschaften. Da wäre es nur logisch, wenn es noch anderen Städten möglich gewesen wäre, Mauern zu bauen. Nachvollziehbar ist der Slum, der sich drum herum gebildet hat. Natürlich werden Überlebende vom letzten Versprechen auf ein gutes Leben angezogen. Wieso der Slum allerdings nicht von den aggressiven Cranks längst überrollt wurde, kann ich mir nicht erklären. Das hat mich aber auch schon im zweiten Teil gestört, als Thomas und Co, durch eine Wellblechpappe zu den Überlebenden gelangen. Das ist ja nicht gerade infiziertensicher.

Minhos Gefangenschaft und Teresas Beteiligung an den Experimenten sind fies. Sie scheint die Versuche ja tatsächlich voranzubringen. Ihre Motivation und ihr Irrglaube sind sehr gut konstruiert.

Auf dem Weg vom sicheren Hafen in die Stadt um Minho zu berfreien, sind unsere Jungs endlich mal keine Superhelden ohne Furcht. Es ist schön panisch wie im Tunnel aus „schön langsam“ eine wilde Raserei wird, als die Cranks auftauchen. Endlich mal eine nachvollziehbare Reaktion. Ich frage mich nur, wer den Tunnel mit Strom versorgt? Wieso brennen da die Lichter?

Die Überraschung ist das Widerauftauchen von

Als Thomas den Anführer der Rebellen trifft, ist es eine Überraschung einen ansprechbaren Infizierten vorzufinden. So aggressiv und ansteckend wie die Cranks sind, frage ich mich allerdings wie es sein kann, dass die Slumbewohner nicht alle längst verwandelt sind. Vor allem da später gesagt wird, Der Brand sei jetzt auch über die Luft übertragbar und die Verwandlung nur wenige Stunden dauert.

Der Kontrast vom normalen Stadtleben zur Ödnis draußen, gefällt mir sehr gut. Es zeigt die Klassenunterschiede sehr deutlich und wie skurril sie sind. Die einen haben alles im Überfluss, die anderen tragen Lumpen und verhungern. Aber die Elite bestimmt, wie überall. Das ist ungerecht,m aber realistisch. Wobei ich es interessant finde, dass es in der Stast eine Regierung gibt, der WCKD Rechenschaft schuldet und die sich gegen die Versuche wendet.

Es ist typisch und leider menschlich, dass sich der Rebellenanführer Laurenz

Das hätten sie kommen sehen können.

Der Umstand, dass Thomas

Als wäre er schuld, weil er nicht weiter Versuchskaninchen spielen wollte. Durchaus eine emotionale Zwickmühle. Jensen zwingt ihn mit seinen Handlungen dann allerdings in die Heldenrolle zurück oder sollte ich eher sagen in die Märtyrerrolle?

Konflikte werden im Film allgemein mit Prügeleien gelöst. Dabei sind die Charaktere Superfighter in Action. Die halten echt was aus. Thomas Bauchschuss dient auch nur dazu Teresa Wiedergutmachung leisten zu lassen, aber das bisschen Geschleppe rehabilitiert sie nicht, finde ich.

Als Verräterin muss sie natürlich,

Das Ende ist ein schöner Abschluss.

Fazit

Wer sich nicht an überzogener Action stört, wird mit Maze Runner 3 dystopische Freude haben. Der Film ist flott, tragisch und mit Hoffnung.

Maze Runner - Die Auserwählten in der Todeszone 2018

Vergleich mit dem Buch:
Rezension zum Buch
Film und Buch entsprechen einander gar nicht.
Die Frauenfiguren (Teresa und Brenda) haben mehr Profil im Film und sind nicht so unsympatisch wie im Buch.
Auch wenn es Brenda leider an eignem Antrieb über Hilfe für Thomas hinaus auch im Film fehlt. Mitarbeiterin von WCKD ist sie nicht. Sie hat Thomas im Film aus eigenem Antrieb geholfen.
Der Hass Teresa gegenüber ist im Film durch ihre Entscheidungen wenigstend begründet, nicht wie im Buch, wo sie eigentlich in der gleichen Situation steckt wie Thomas und dennoch als Verräterin gilt. Hat halt jemand an ihre Tür geschrieben, dann muss es wahr sein.
Der Rechte Arm ist eine gut organisierte Rebellentruppe, nicht wie im Buch ein verlotterter Haufen planloser Leute. Die Planlosen tauchen dann erst später auf und wissen immer noch besser was sie tun, als die Buchrebellen. Um bei den Rebellen mitmischen zu können wie Meisterkrieger, ist die Flucht von Thomas und Co. in den zweiten Film vorgezogen. Im Buch fliehen sie erst in Teil 3 und sind keine Widerstandskämpfer. Sie versuchen nur zu überleben.


Film Quickie zu Maze Runner 1
Film Quickie zu Maze Runner 2

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