Film Quickie – Die Bestimmung – Insurgent

Altersfreigabe:

Achtung, sensibler Inhalt! Folter, Gefangenschaft, extreme Gewalt

Worum geht es?

Jeanine, die Anführerin der Wissenschaftsfraktion hat in der vermeintlichen einzigen Stadt, in der noch Menschen leben, die Macht übernommen. Die Alturan, ehemalige Regierungsfraktion der selbstlosesten Menschen, sind nahezu ausgelöscht und alle, die den Machtwechsel nicht unterstützen, werden gnadenlos gejagt. Tris und Tobias suchen erst Zuflucht bei den Amite, dann bei den Candor, zu denen auch viele Ferox geflüchtet sind. Doch Jeanine macht in ihrer Jagd auf Unbestimmte vor niemandem Halt und überfällt alles und jeden. Die einzige verbleibende Chance um sie aufzuhalten, scheinen die Fraktionslosen zu sein.

Welches Genre?

An dieser Stelle möchte ich mich kurz bei all den Leuten bedanken, die Arbeit und Mühe in den Film gesteckt haben. Unabhängig davon, wie ich den Film persönlich bewerte, verdienen die künstlerischen Ambitionen Anerkennung. Dankeschön.

Wie ich den Film finde?

Die Geschichte ist, wie der Vorgänger, auf Action ausgelegt. Eine aufregende Szene jagt die nächste. Jeder Konflikt ist schnell und heftig. Das Ziel ist von Beginn an klar umrissen, Jeanine will die geheimnisvolle Box öffnen, die von den Altruan versteckt wurde und, ihrer Ansicht nach, eine wichtige Botschaft der Stadtgründer enthält. Dafür braucht sie Unbestimmte, die sie überall festnehmen lässt. Leicht verständlich und gut nachvollziehbar, wer was wieso will.

Die Menge der Figuren ist überschaubar, der Fokus liegt bei Gruppen wie den Fraktionen meist auf ein bis zwei Personen, die stellvertretend für alle sind. Vielfalt und Tiefe entstehen bei den Personen so leider nicht. Selbst bei Tris nicht, die als einzig wahre Unbestimmte wie eine Prophetin im Zentrum aller Ereignisse steht. Nur ihre Träume geben etwas mehr von ihrer psychischen Verfassung wieder, was ich für eine sehr typische, aber gute Inszenierung des Innenlebens halte.

Die Stadt ist großartig anzusehen. Die verfallenen, bewachsenen Gebäude, die Überreste der alten Zivilisation, vermitteln eine herrlich dystopische Stimmung. Die technischen Möglichkeiten beißen sich mit dem Zustand der restlichen Stadt, sind sehr fortschrittlich und lassen die Frage aufkommen, wieso sich die Ken auf den kleinen Wirkungsbereich der Stadt beschränken, statt zu expandieren. An Ressourcen kann es bei der Technik nicht fehlen, nur wo kommen die her. Eindrucksvoll anzusehen ist die futuristische Technik allemal, aber fragwürdig.

Ein bisschen öde ist es, wie Tobias Tris immer wieder rettet. Sie soll die Auserwählte sein, aber die Männer regeln die harten Situationen, die sie nicht in den Griff bekommt. Schade. Auch der Sex als Abschiedsgeschenk ist etwas platt.

Fazit

Wer eine rasante Actiongeschichte mit dystopischer Stimmung sucht, ist mit „Die Bestimmung – Insurgent“ gut beraten. Die Grundidee ist frisch, die Bilder episch und die Handlung atemlos. Tiefgang gibt es allerdings keinen.

Die Bestimmung – Insurgent 2015

Vergleich mit dem Buch:
Rezension zum Buch
Der Film ähnelt dem Handlungsablauf den Buches in den Grundzügen. Die Zielsetzung unterscheidet sich sehr.
Der Film beginnt mit einer eindrucksvollen Szene, die Jeanines Militärdiktatur zeigt. Im Buch herrscht zu Beginn noch der Eindruck, die übrigen Fraktionen wie Amite oder Candor hätten die Möglichkeit einzuschreiten.
Während Jeanine im Buch versucht die Unbestimmten zu vernichten, weil sie sie nicht kontrollieren kann, ist sie im Film darauf angewiesen, die festzusetzen, um die Botschaft der Gründer zu erfahren.
Im Buch kennt Jeanine die Botschaft der Gründer und aufgrund ihrer Kenntnisse zettelt sie den Aufstand an. Im Film möchte sie die Botschaft entschlüsseln und überfällt deshalb die Altruan, weil die die Box verstecken, in der die Botschaft steckt.
Im Buch fliehen auch viele Altruan zu den Amite. Im Film scheint Tris Vierergruppe der einzige Widerstand zu sein. Alle anderen sind eher unbeteiligte Statisten.
Peter verrät die anderen an die übergelaufenen Ferox im Film, während er im Buch bei der Flucht von ihnen getrennt wird und erst zu den Ken überläuft, als diese ihn schnappen.
Die Fraktionslosen sind im Film eine aggressive, gut Bewaffnete Truppe, die wie eine Rebellenarmee agiert. Im Zug kommt es zu einer wilden Prügelei, die es im Buch nicht gibt. Die Fraktionslosen wollen sich zwar auch zu einer Armee formieren und haben ihre Pläne, doch sie sind einfache Menschen, die sich wehren wollen und keine scheinbar ausgebildeten Gueruilla wie im Film. Auch sie werden von den Ken angegriffen und mit Kontrollserum beschossen. Im Film scheint sich niemand an sie heranzuwagen oder nicht zu wissen, dass es sie gibt.
Die Candor treten nur kurz in Erscheinung und sind in den Disput mit den Ken im Film scheinbar kaum verwickelt.
Tobias und Tris haben Sex, was im Buch nicht vorkommt.
Im Film verwenden die Ken weit entwickelte Technologie, die sie im Buch nicht haben. Ihre Versuche sind in jedem Fall grausam, allerding tötet Jeanine nicht mit direktem Voratz, wie sie es im Buch macht. Sie nimmt im Film die Tode in Kauf, um die Box zu öffnen, was ja nur Unbestimmte können. Im Buch foltert sie die Probanden, um ein Schmerzserum zu testen und wann es zum Tod führt. Tris dafür zu nutzen kommt ihr gelegen, aber anders als im Film ist Tris keine bessere Unbestimmte als andere, was sie zu einem vorrangigen Ziel gemacht hätte.
Nachdem Tris aus den Fängen der Ken befreit ist, fliehen sie im Film nicht. Im Buch machen sie, dass sie wegkommen.
Der große Showdown

Im Film hat sie das nicht nötig. Sie sagt offen, dass sie an die Box ran will. Auch der Plan der Fraktionslosen
Allerding scheinen die Bewohner der Stadt auch alle den sicheren Hafen verlassen zu wollen, denn kaum

Filmrezension zu Die Bestimmung – Divergent
Filmrezension zu Die Bestimmung – Allegiant (folgt)

https://www.moviejones.de/kritiken/die-bestimmung-insurgent-kritik-3724.html